What kind of animal is?

What kind of animal is?

Koproduktion mit Tanzquartier Wien, Premiere 11. Dezember 2015

Sich in Tieren wiederzuerkennen ist von jeher ein Vergnügen von Menschen, die sich und andere beobachten. Es schafft eine gewisse Erleichterung: Wir sind nicht die einzigen, die sich so und so verhalten. Die Tanz Company Gervasi skizziert soziale Mikro-Prozesse, Formen des Beisammenseins, des Alleinseins und der gegenseitigen Wahrnehmung. Kontaktformen, Berührungen, Rituale. Ihre Gruppen entstehen so schnell wie sie zerfallen. Ihre Rituale ändern sich fließend. Außenseiter setzen sich ab und entwickeln neue ebenso kurzfristige Rituale der Einsamkeit. Die Gruppe bietet Schutz, Körperpflege, und ein System von emotionaler Nähe. Sie gleicht darin einer Familie oder einem Arbeitskollektiv. Die Person, die zum Außenseiter wird, bricht deren Regeln durch Emotion. Sie geht an ihre Grenzen. Wenn sie wieder aufge- nommen wird, verändert sie die Gruppe.

Häufig wird man dabei an das Gruppenverhalten von Tieren erinnert, an ein sich sammelndes Rudel, an einen bevorstehenden Revierkampf, oder an ein Spiel, eine Balgerei, von Heranwachsenden. Gervasi beobachtet diese Muster in unserer Industriegesellschaft, umspielt und übermalt sie, schreibt sie fort und löst sie auf. Er führt nebenbei auch das Modell unseres Zusammenlebens ein, das ihn zu seiner Recherche angeregt hat: Ein japanisches Video mit dem Titel insane Swimmingpools zeigt tausende Besucher eines riesigen Wellenbads, die eng zusammenstehend von meterhohen Wellen geschaukelt werden.

CHOREOGRAFISCHE LEITUNG: Elio Gervasi CHOREOGRAFISCHE ASSISTENTIN: Nicoletta Cabassi
TANZ UND CHOREOGRAFIE: Yukie Koji, Hannah Timbrell, Alessandra Ruggeri, Yun Yeh, Dominik Feistmantl TEXT: Karl Baratta MUSIK/KOMPOSITION: Albert Castello LICHTDESIGN: Markus Schwarz MANAGEMENT: Roma Hurey

 

The white horn

the white horn (working title “Inside Outside”)
World premiere 3 Dec 2014, Odeon ImPulsTanz Special, Vienna

“The white horn” represents a new and unusual approach for Gervasi. Six female dancers explore that particular human state that is floating back and forth between the inside and the outside of ourselves where, eventually, emotions are created.
Existential moments and encounters are the focal point of this choreography: separation, distance, getting lost or being found again. This could be just like a dream, volatile and impalpable.
A dream, a cloud lying between heaven and earth.

Concept and choreographic direction: Elio Gervasi
Assistant: Nicoletta Cabassi
Dance and performers: Yukie Koji, Nanina Kotlowski, Hannah Timbrell, Risa Larsen, Clarissa Omiecienski and Leonie Wahl
Light design: Markus Schwarz

solo with guests (part two)

 

solo with guests (part two)

This new work by Elio Gervasi, featuring 9 dancers, deals with order and chaos: what happens when our individual, arduously developed patterns of order interact with each other in a chaotic manner?

Concept & choreographic direction: Elio Gervasi
Choreographic assistent: Nicoletta Cabassi
Dance & choreography: Leonie Wahl, Patric Redl, Yukie Koji, Raymond Liew Jin Pin Hannah Timbrell, Sara Marin, Hygin Delimat, Martin Dvořák, Elio Gervasi

„F“

Once our basic human needs are met, we become aware of our sense of being alive and the urge to unfold this vitality, translate it into movement, communicate it through our bodies.